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INTERCULTURAL LEARNING IN MENTORING AND STUDENT TEACHER TRAINING IN EUROPE
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3. Phase - Fazit

by Michael Alfer last modified 2006-12-13 05:12

Abschlußbericht zur Evaluation des Projekts INCLUDEME

Folien: Evaluation des 3. Austausches 1, Evaluation des 3. Austausches 2, Ergebnisse der summativen Evaluation,

pdf: Abschlussbericht, Mentorenfragebogen

2.4 Fazit

Prof. Dr. Elke Wild

1. Rückblick: Ergebnisse der formativen Evaluation

2. Ergebnisse der summativen Evaluation

2.1. Stichprobe

2.2. Wer nimmt an Includeme teil?

2.3.„Wirkt“ Includeme?

2.4. Fazit


2.4.Fazit

Die Schlussfolgerungen, die sich aus der summativen Evaluation ziehen lassen, sollen in diesem Abschnitt noch einmal zusammengefasst werden.

Zu der Frage „Wer nimmt an IncludeMe teil?“ läßt sich festhalten, dass die bislang praktizierte Art der Rekrutierung dazu führt, dass sich mehrheitlich TeilnehmerInnen melden und letztlich auch am Austausch teilnehmen, die sich selbst als weltoffen beschreiben, neugierig und intrinsisch motiviert beschreiben, die aber gleichwohl wenig informiert sind über das IncludeMe-Projekt und die daran teilnehmenden Länder. Dies gilt unabhängig von Personenmerkmalen wie dem Geschlecht oder Alter der TeilnehmerInnen.

Auch bei dem angestrebten Lernzuwachs in 10 verschiedenen Kompetenzfeldern wird deutlich, dass sich die Trainees eher als „Kulturinteressierte“ sehen, die das Programm stärker unter dem Aspekt der persönlichen Bereicherung als mit Blick auf den Erwerb zentraler Lehrkompetenzen wahrnehmen. Dies ist angesichts der Ziel des Austauschprogramms, angehende Lehrer (auch) für den europäischen Gedanken zu sensibilisieren und eine weltoffene Haltung zu fördern, nicht problematisch. Unter dem Aspekt des erwartbaren Lernerfolgs erscheint es jedoch erstrebenswert, wenn durch gezielte Marketing-Strategien die Zahl der Bewerber deutlich erhöht wird, so dass im Rahmen des Auswahlverfahrens nur solche TeilnehmerInnen berücksichtigt werden, die an beiden Seiten des Programms interessiert sind und ihre Motivation bereits im Vorfeld durch ein besseres Vorwissen unter Beweis stellen. Durch eine Erhöhung der Bewerberzahlen könnte zudem sicher gestellt werden, dass die Bewerber über hinreichende Fremdsprachenkenntnisse verfügen, dass das Tandem-Prinzip durchgängig realisiert wird und die Partner auch in demselben Fach unterrichten. Diese Voraussetzungen wurden sowohl von Seiten der TeilnehmerInnen als auch der MentorInnen als essentiell herausgestellt.

Die Befunde zu der Frage „Wirkt Includeme?“ lassen sich dahingehend zusammenfassen, dass die Mehrzahl der TeilnehmerInnen rückblickend über signifikante Veränderungen in Persönlichkeitsmerkmalen (insbesondere Flexibilität, Weltoffenheit, Beziehungsfähigkeit, Weltoffenheit) sowie einen deutlichen Zuwachs in ihren Fremdsprachenkompetenzen und hier insbesondere im Textverstehen berichten. Auch die MentorInnen attestieren den TeilnehmerInnen durchaus Veränderungen und zwar insbesondere in den Persönlichkeitseigenschaften, in denen auch die TeilnehmerInnen Veränderungen wahrnehmen (Aufgeschlossenheit, Flexibilität, Eigenständigkeit, Weltoffenheit).

Diese zunächst sehr positiven Selbst- und Fremdeinschätzungen dürften wesentlich zur Zufriedenheit der Beteiligten mit dem Programm beitragen, sind allerdings insofern zu relativieren, als bei der Analyse der Ist-Einschätzungen vor und nach dem Austausch keine Veränderungen in den Fremdsprachenkompetenzen und Einstellungen nachzuweisen war. Ein Lernzuwachs konnten lediglich hinsichtlich der Kenntnisse über das eigene Heimatland und andere Länder festgestellt werden.

Darüber hinaus haben sich die Strategien zur Erweiterung des eigenen Wissens insofern verändert, als dass stärker der persönliche Kontakt zu ausländischen Personen / Mitbürgern gesucht und der Wert von Reisen höher als zuvor veranschlagt wird.

Bezogen auf die Rolle der MentorInnen und deren Urteile sind zwei generelle Probleme herauszustellen. Einerseits erlebten viele MentorInnen die TeilnehmerInnen nur sporadisch innerhalb von 2-3 Wochen und sahen sich kaum in der Lage, etwaige Lernzuwächse oder Einstellungsänderungen zuverlässig zu beurteilen. Andererseits äußerten viele Unsicherheit in ihrer Rolle und wussten nicht was von ihnen erwartet wird, da keine Abstimmung mit den MentorInnen im Vorfeld stattgefunden hatte.

Generell fällt auf, dass die MentorInnen nicht nur (wie die Teilnehmerinnen) die Vorteile des Projekts thematisierten sondern auch damit einhergehende Probleme.

Positiv hervorgehoben wurde die wertvollen und interessanten Erfahrungen, die durch den Austausch gemacht wurden. Aus dem Austausch mit den Trainees wurden Anregungen zur Reflexion des eigenen Arbeitsalltags gezogen, auch das Kennenlernen anderer Schulsysteme und Länder / Kulturen wurde als Vorteil genannt. Zudem würden junge Menschen auch auf Länder (wie Estland) aufmerksam, die nicht im touristischen Interesse liegen, so die Mentoren. Ein positiver Aspekt des Programms sei auch, dass die Schüler im Unterricht Abwechslung erleben.

Als problematisch wurde bewertet, dass die mangelnde Kompatibilität der Bildungssysteme einen hohen Druck für die TeilnehmerInnen und Versagensangst erzeuge(n könne). Negativ ins Gewicht fallen auch die mangelnde Vorbereitung der AuslandspartnerInnen und Sprachbarrieren, die vor allem bei der Unterrichtsgestaltung hinderlich seien (z.B. fehlendes Fachvokabular).

Als Anregung zur weiteren Gestaltung eines Austauschprogramms wurde vorgeschlagen, über einen Austausch von Mentoren nachzudenken und über eine frühzeitigere Einbeziehung der aufnehmenden Schulen in die Planungen.

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