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INTERCULTURAL LEARNING IN MENTORING AND STUDENT TEACHER TRAINING IN EUROPE
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3. Phase

by Michael Alfer last modified 2006-12-13 05:19

Abschlußbericht zur Evaluation des Projekts INCLUDEME

Folien: Evaluation des 3. Austausches 1, Evaluation des 3. Austausches 2, Ergebnisse der summativen Evaluation,

pdf: Abschlussbericht, Mentorenfragebogen

1. Rückblick: Ergebnisse der formativen Evaluation

 

Prof. Dr. Elke Wild

1. Rückblick: Ergebnisse der formativen Evaluation

2. Ergebnisse der summativen Evaluation

2.1. Stichprobe

2.2. Wer nimmt an Includeme teil?

2.3.„Wirkt“ Includeme?

2.4. Fazit


1. Rückblick: Ergebnisse der formativen Evaluation

Die Evaluation des IncludeMe - Projekts erfolgte in drei Schritten (vgl. Folie 1/2 in Evaluation_d4.ppt). Die erste Befragung der Koordinatioren (nach dem Arbeitstreffen in Kiel 2003) fokussierte auf die Abklärung der zentralen Projektziele (und damit der zu berücksichtigenden outcome-Kriterien bei der summativen Evaluation) sowie auf die vorrangigen Probleme in der Anfangsphase. Die Ergebnisse der Befragung wurden auf der Audiokonferenz im Juni und auf einem Arbeitstreffen in Madrid im September 2004  an die Koordinatoren zurückgemeldet. Folgendes Fazit aus der Befragung der Koordinatoren bleibt festzuhalten:

  • Angestrebt wurde eine wissenschaftliche Begleitforschung, die in der Literatur als „Kooperative Innovation“ bezeichnet wird und dem in Includeme-Projekt angestrebten Vorgehen am ehesten gerecht wird. Bei dieser Form der Evaluation kommt Praktikern eine zentrale Rolle zu bei der Definition von Zielen (Konstrukten) und der Festlegung von Kriterien (empirischen Indikatoren), bei konzeptuellen Entwicklungen (z.B. von Handanweisungen, Materialien und diagnostischen Instrumenten), sowie bei der Implementation der Massnahme (vgl. Evaluation_d1.ppt)
  • Die Mehrzahl der Korrdinatoren sprach sich für folgende Vorgehensweisen aus (vgl. Evaluation_d2.ppt):
    • Zu vermittelnde Inhalte/Ziele: Als outcome-Kriterien bei der Evaluation sollten alle im Projektantrag genannten Ziele berücksichtigt werden. D.h. es sollte geprüft werden, ob bei den Teilnehmern ein Wissenszuwachs (Erweiterung der eigenen didaktischen Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse) zu beobachten ist und sich darüber hinaus Veränderungen in relevanten Einstellungen (Bewusstsein für die  „european dimension“; Sensitivität für soziale und politische Fragen), im Selbstkonzept bzw. professionellen Selbstverständnis der angehenden Lehrer sowie in ihrer Mobilitätsbereitschaft abzeichnen.
    • Adressaten: Es wurde vereinbart, aus ökonomischen Gründen die Befragungen auf das Leitungsteam, die Mentoren und die Teilnehmer[1] zu beschränken. Von einer Befragung der Schulleiter, der involvierten Gastfamilien oder auch nicht am Projekt teilnehmender Studierender (als Kontrollgruppe) sollte Abstand genommen werden. Auch die für die letzte Projektphase vorgesehene Expertenbefragung zur Beurteilung der Qualität der Handreichungen und / oder der homepage konnte nicht realisiert werden, da an der Entwicklung der Materialien und am Internet-Auftritt bis zum Projektende gearbeitet wurde.
    • Methodisches Vorgehen: Den größten Informationsgewinn versprachen sich die Koordinatoren von qualitativen Methoden. Andererseits sollen die Evaluationsinstrumente auch nach Ablauf des Projekts anderen Interessierten mit geringen forschungsmethodischen Kenntnissen (z.B. Standards der Gesprächsführung bei themenzentrierten Interviews) zur Selbstevaluation zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund kamen sowohl Fragebögen als auch halb-standardisierte Interviews zum Einsatz.
    • Häufigkeit und Zeitpunkt der Erhebungen: Möglichst alle TeilnehmerInnen sollten jeweils vor dem Austausch und am Ende befragt werden, um Aussagen über zu erzielende Effekte und deren Nachhaltigkeit zu erzielen. Aufgrund von Zeitverzögerungen bei der Entwicklung der Instrumente (die Vorab-Befragung sollte in das Bewerbungsprozedere und die Abschlussbefragung in den Abschlußbericht integriert werden) sowie angesichts der organisatorischen Belastung der Koordinatoren konnten jedoch faktisch nur die Angaben einer kleineren Teilmenge von TeilnehmerInnen erhoben werden (s. Stichprobe).
    • Häufigkeit der Rückmeldung: In Einklang mit dem Projektantrag sollte der Stand der Evaluation auf dem 3. und 6. Treffen der Koordinatoren berichtet werden, um das Programm im Verlauf der Austauschphasen optimieren zu können.

Im zweiten Schritt wurden im Februar 2005 Gruppeninterviews mit Austausch-TeilnehmerInnen und MentorInnen in Tallin / Estland geführt. Eine schriftliche Zusammenfassung der Ergebnisse wurde im März 2005 an alle KoordinatorInnen weitergeleitet (vgl. Evaluation_d3.doc). Als Fazit der Interviews mit den angehenden Lehrenden läßt sich festhalten:

  • Die von Studierenden angeführten Verbesserungsvorschläge kreisen zum einen um die Optimierung der Vorbereitung durch die frühzeitigere und umfänglichere Bereitstellung von Informationsmaterialien. Da Studierende gewohnt sind, sich die von ihnen benötigten Informationen selbständig aus dem Internet zu besorgen und da auf der Homepage am ehesten aktualisierte und nach Detailliertheit gestufte Informationen bereitgestellt werden können, sollte der Gestaltung der Includeme-Domain besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hier sollte auch erwogen werden, allen Teilnehmern die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch (via mailing-Liste oder „chat-room“) zu eröffnen.
  • Obwohl alle überzeugt sind, dass alleine durch eine frühzeitigere Information die Zahl der „Rückzieher“ verringert werden kann, sprechen sich die befragten TeilnehmerInnen zugleich für ein konsequentes Auswahlverfahren und von beiden Seiten zu unterschreibende Verträge aus.
  • Weitere Vorschläge betreffen die Kooperation der Teilnehmer mit den Mentoren. Probleme werden hier vor allem in mangelnden fremdsprachlichen Kompetenzen gesehen und darin, dass einige Mentoren während des vierwöchigen Aufenthalts und insbesondere in der ersten Woche nach der Ankunft nicht immer präsent sind. Da es erhebliche Unterschiede in den unterrichtspraktischen Vorerfahrungen der Studierenden gibt, wird es als wenig sinnvoll erachtet, wenn die Anzahl der Hospitationen und selbständig durchgeführten Unterrichtsstunden einheitlich fixiert wird.
  • Da die TeilnehmerInnen dem Austausch mit Gleichaltrigen ein weitaus größeres Gewicht zumessen als dem Austausch mit den (erwachsenen) Mentoren bzw. Koordinatoren, sollten sich Überlegungen zur Optimierung des Programms auf Strategien zur Intensivierung der Kontakte mit Peers konzentrieren. Aus Sicht der TeilnehmerInnen sollte u.a. darauf geachtet werden, dass das Tandem-Prinzip realisiert wird und dabei möglichst Partner mit hinreichenden Kenntnissen derselben Fremdsprache und mindestens einem gemeinsamen Unterrichtsfach zusammengebracht werden. Darüber hinaus sollte es den Tandems durch Austausch der email-Adressen bereits vor der Abreise ermöglicht werden, Kontakt aufzunehmen. Ebenfalls bereits in der Vorbereitungsphase könnte auch ein Austausch mit ehemaligen Includeme-Teilnehmern hilfreich sein. Als besonders gewinnbringend wurde schließlich die Unterbringung in Wohnheimen oder Gästehäusern erachtet, weil sie den Studierenden die Chance eröffnet, nicht nur Gleichaltrige aus dem Zielland kennenzulernen, sondern mit Studierenden aus unterschiedlichen Ländern ins Gespräch zu kommen. Hier wäre zu überlegen, inwiefern solche Kontakte (z.B. auch mit ausländischen Studierenden an den beteiligten Universitäten, die nicht an Includeme teilnehmen) systematisch hergestellt und ausgebaut werden könnten.
  • Hinsichtlich der organisatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen wird vorgeschlagen, dass sich die Koordinatoren stärker auf ein einheitliches Vorgehen verständigen und dass u.U. den (regelmäßig) an Includeme mitwirkenden Mentoren die Gelegenheit zu einem Vorab-Austauschtreffen eröffnet werden sollte. Darüber hinaus wurde angemerkt, dass der Auslandsaufenthalt mindestens vier Wochen betragen sollte und eine Erweiterung der beteiligten Länder sehr begrüßt würde. Darüber hinaus wurde die Frage aufgeworfen, ob die ungleich verteilten „Kosten“ (die auf Seiten der deutschen Studierenden besonders hoch sind) nicht nur eine verstärkte Form der Unterstützung vermindert werden könnten. Dass sich bezüglich der Unterkunft alle Befragten entschieden für die Unterbringung in einem Gästehaus aussprachen, hängt auch damit zusammen, dass diese meist zentraler gelegen sind und den Studierenden eine erhöhte Mobilität erlauben. Sofern also an der Idee einer Familienunterbringung festgehalten wird / werden muss, sollte aus Sicht der Studierenden dafür Sorge getragen werden, dass in der Familie mindestens hinreichend englisch gesprochen wird und die privaten Unterkünfte möglichst zentral gelegen sein sollten. Unter diesem Gesichtspunkt wäre es wünschenswert, wenn auch innerhalb der Länder die Zahl der beteiligten Unviersitäten / Schulen um Standorte erweitert würden, die in Großstädten liegen.
  • Aus den Interviews mit MentorInnen schließlich ließ sich das Fazit ziehen, das Sprachbarrieren nicht nur den Austausch mit den angehenden Lehrern einschränken sondern auch der Bearbeitung des Fragebogens entgegen stehen. Insbesondere die mangelnde Kenntnis (fach-)didaktischer Begriffe und Konzepte führte dazu, dass viele Fragen des Pilot-Fragebogens unbeantwortet blieben. Als Hauptproblem erwies sich jedoch der Umstand, dass der Kontakt der Mentoren mit den TeilnehmerInnen und insbesondere die Zahl der von den angehenden Lehrern selbst durchgeführten Unterrichtsstunden viel zu gering war, als dass sich die Mentoren in der Lage sehen, etwaige Veränderungen in den unterrichtsbezogenen Einstellungen und Fertigkeiten zu beurteilen.
    Vor diesem Hintergrund wurde der Mentoren-Fragebogen einer Überarbeitung unterzogen und drastisch gekürzt, sodass im November 2005 eine Endversion dieses Evaluationsinstruments vorlag. Diese Version wurde dann beim letzten Austausch 2006 eingesetzt.

Nachdem dem dritten Arbeitstreffen im Madrid 2004 zusammen mit den Koordinatoren über die Konzeption der Instrumente (Bewerbungsfragebogen / Abschlussfragebogen) entschieden worden war, mit deren Hilfe Veränderungen in den Kompetenzen und Einstellungen der angehenden Lehrer im festgestellt werden sollten, wurde die endgültige Version der Befragungs- und Ergänzungsformulare im März 2005 versandt. Leider verlief der Rücklauf schleppend und auch die Rücksendung der Abschlußberichte dauerte bis zum Spätsommer des selben Jahres an. Die Ergebnisse dieser summativen Evaluation wurden auf dem letzten Arbeitstreffen in Kiel mündlich präsentiert und sollen an dieser Stelle noch einmal schriftlich zusammengefasst werden.


[1] Im Folgenden wird für die diejenigen, die an einem der Austauschprogramme teilnahmen, die Bezeichnungen „TeilnehmerInnen“, „Studierende/Referendare“, „Trainees“ oder auch „angehende Lehrer“ gewählt. Diese Begriffe werden synonym verwendet. Zur allgemeinen Bezeichnung von Personen, die an einer der Befragungen teilgenommen haben (Koordinatoren, Mentoren, Trainees), wird auch der Begriff „Probanden“ gewählt.

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